swiss army romance
Sich zwischen Schreiben und Leben entscheiden. Es ist eine Entscheidung zwischen Innen und Außen und Satre ist tot. Und ich musste Entscheidungen treffen zwischen Innen und Außen. Jeden Tag wieder. Manchmal flüchte ich mich in den Schlaf vor Entscheidungen oder ich flüchte mich weg vom Schlaf, weit weg und weiter und erkenne kaum das Wort wieder, das es beschreibt. Letztendlich hängt es wieder am Mut. Doch der wächst aus dem Innen her-Aus. Hier schließt sich der Kreis wieder und der Mittelpunkt bleibt man immer selbst. Es dreht sich alles um einen selbst. Es dreht sich alles. Um mich. und um dich, wenn du nahe bei mir bist, wenn ich nah bei mir sein kann. Manchmal ist mir schwindelig und der Boden kippt weg und niemand fällt. Dann passt alles plötzlich so seltsam, alles passt zusammen. jedes Teilchen sucht sich von alleine seinen Platz und man beginnt wieder an Zufälle zu glauben. Ich habe damit aufgehört. Denn alles ordnet sich um den Mittelpunkt an. Das universelle Prinzip funktioniert hier und dort, im Großen und Kleinen. Wenn die Ängste kleiner werden, wird die Unsicherheit größer, denn der Platz muss ausgefüllt werden. Dort ist ein Weg den ich sehen kann, wach und die Müdigkeit abgeschüttelt. Ich war lange nicht mehr dort draußen vor der Stadt, wo sich jetzt bald der Frühling wieder ankündigt.
Später ist heute und auch nur wieder morgen und dann, und Geduld ist eine Sache, die man sich hart erarbeitet. Ich wollte immer schneller sein und vorher ankommen und das Los ist dann niemals nach Hause zu kommen ist ein pathetisches Konstrukt.
Im Tageslicht betrachtet ist alles eitel Sonnenschein. Man muss die Sonne annehmen können, dann quält man sich auch nicht hin zum Sommer und wartet bis die Zugvögel den Himmel dekorieren.
Ich setze keine Punkte mehr, zeichne nur noch Linien. Nach. Und vor. Zu etwas hin, zwischen Dingen. Verbindungen die halten wie dicke Gummibänder, die sich dehnen und strecken, Platz bieten und Bewegung zu lassen, die mit wachsen und weiter. Ich möchte dass jemand hier und dort eine Schleife hinein bindet, ganz mädchenhaft und nur für mich, einen Knoten hier und da, um etwas nicht zu vergessen. Ich verschnüre das Innen mit dem Außen wie ein Geschenk und gebe es weiter und sage Jean Paul ist ein Arschloch, und zitiere damit kontextverändert. Und ich sitze in der Nacht und schaue aus dem Fenster, das nur mein Bild zurück wirft. Das Linienbild gefällt mir gut und drückt sich possierlich in der Vordergrund, zeigt sich ungeniert und vertrauensvoll.
Deshalb entscheide ich mich. Für das dazwischen. Für den Unterschied dazwischen. Tue das eine um das andere auch tun zu können und denke wieder an die Badezimmerkacheln (weißt du noch, wie wir uns auf den Badezimmerboden legten um das Drogenbeben zu verkraften, stundenlang?), an die Ruhe zwischen den Stürmen in der Nacht, unter Einfluss und auf der Flucht und verstehe das Prinzip der Linien, die alles aufteilen in oben und unten und dazwischen und die einem deshalb Ruhe gönnen. Diese verdammten Kacheln. Die alles erklären, wenn man den Wahnsinn gewagt hat. Ich entscheide mich für das Innen im Außen und den Wahnsinn und das Glück und nehme alles an wie es sich um meinen Mittelpunkt sammelt und sortiert. Ganz von alleine. Ganz leicht. Das alte Leid ist ein Teil von allem der nicht ausradiert wird, Das Leid wird Lied und bekommt seinen Platz. Und kommt zur Ruhe.
Und die Parole ist Ja. Ich lasse sie zurück zwischen den Zeilen und sie führt zurück zu mir. Immer zwischen den Dingen. Und alles bewegt sich.
manche Sachen bleiben
Reihenfolgen für Wohlbefinden ersetzen nur die kalten Löffel auf den Augen morgens. Ich sollte mich nicht mehr gegen Gegebenes wehren. In der Nacht habe ich und bin gejagt wurden. Wir haben Feuer gelegt und sind dann auf die andere Seite des Flusses gesprungen. Irgendjemand brachte einen Haufen alte 70er Jahre Sportklamotten in schreienden Farben. Irgendwo bin ich aufgewacht. Das Bett war fast unberührt, nur ich lag oben auf.
Morgens bin ich ein unschönes Wort. Jeden Morgen auf Null gesetzt diese Tage.
Offene Türen, niemand muss die einrennen.
Great expectations. Tief durch atmen. Und oben die Sonne, als wenn sie von nichts wüsste.
2007
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2006
Swallow, choke, and die
Das üben wir aber nochmal. Nach: erst die Hose, dann die Schuhe! die nächste große Herausforderung. Reihenfolgen einhalten für das Wohlbefinden. Schlafen bitte im, nicht auf dem Bett. Ausziehen, Zähne putzen. So war das doch. Nicht mal gar nicht und dann plötzlich niederwerfen. Ich bin ein Schlaflabor. Und alle Forscher. Und alle Probanden. Gleichzeitig. And this bitter pill is leaving you with such an angry mouth. Morgens dann aufwachen und draußen Sonne und Fremde. Das ist doch nicht die folgende Geschichte, Cees. Berlin ist nicht Lissabon. Das Gefühl bleibt in-stabil. Irgendwo dazwischen. An Orten, an denen man nie war. Ich war ueberall nachts, die Erinnerung bleibt trübe. don`t be a liar, don`t say that everything is working when everything is broken. Später wird es besser. Da ist so wenig Gradlinigkeit. Ikonen gibt es nicht im echten Leben. Nur in zerkratzten U-Bahnscheiben und kurz vor dem Aufwachen. Nur den Moment nicht vergessen, nicht verpassen. Manchmal fehlen die Worte. Trudeln ein, dann, vollkommen indisponiert. Später wird es besser. Später wird man wunderbar. Nach wund und bar an allem. Geduld. ach- Geduld.
the difference in between
Frühling macht so müde. Hier draußen, vor der Stadt, wo der Campus sein sollte aber nur Villen und kleine pittoreske Parks sind ist kaum ein Unterschied festzustellen zwischen Herbst und Frühling. Man muss genau hinsehen, die Bäume ansehen, erforschen, ob sie grün werden oder nur noch letzte bunte, Blätter nach unten trudeln. Du musst ganz genau hin-sehen! Konzentriert. Aufmerksam. Ich bin müde. Immer hier zu sein, nein, immer, wenn ich hier bin fühlt es sich an wie vor dem Zahnarzt. Dabei sind doch hier die Bücher. Aber nicht das Wohlsein. Es fühlt sich an wie kurz vor dem Sonnenbrand auf der Haut, wie das Kribbeln kurz vor der Ohnmacht, wie die Anspannung kurz vor dem Fall. Wie das, dazwischen und gleichzeitig außen vor. Mitten im Gehirn ist ein Platz nur für mich. Augen zu und Arme ausbreiten und nicht aufsehen und dann wieder diese Müdigkeit. Und dabei ist es doch das, was man will. Das Wissen, die Wahrheit, das saubere, reine Erkennen und erfahren und dabei immer wieder vorwärts und frei. Wild und gefährlich? Werden. Oskar, das war vielleicht mal anders. Jetzt ist es Eisenklammern um die Brust und kaum atmen können. Ich weiss nicht, was für eine Jahreszeit ist, es ist immer so zwischen drin nur. Immer nur so kurz davor und kurz danach. And I want to know the difference between
What sparkles and what is gold,
und ich will doch einfach nur wissen, wann diese Müdigkeit wieder weg geht. Einatmen, ausatmen und das Kinn in die Luft. Blaue Bänder und sowas knoten sich dann flatternd, um die Beine und bringen den Fall. Ich warte auf wohlbekannte Düfte und warte auf wohlbekanntes und alles was man bekommt, ist das alte Leid. Das wohlbekannte, das man verdient. Diese Stimmung bricht Rückräder und Herzen und beides ist kaum zu finden. Und die Nase bricht man sich schneller beim Stolpern in Missverständnisse und Einbahnstrassen. Und hinten, am Ende ist kein Bretterzaun über den der Held, die Heldin in einen anderen Hinterhof klettern und springen kann. Dahinten ist nur eine Mauer, die nichts durchlässt. Es nie tat. Ich schreibe eine Parole daran, denn Parolen machen Mut. Es bleibt ja sonst nichts.
Draußen wird es dunkel. und die schönste Stunde in dem schönsten Licht begleitet mich nach Hause. Im Hinterkopf immer wieder diese Idee von irgendetwas anderem.
-There is only tonight and the light that bleeds from your heart
makes me want to try and start again.
Heim. Fahrt. (Dahlem und ein Buch )
Dann badet man weiter aufgehoben in Abgedroschenheit. Und auf 187 Seiten nur ein Satz, der lebt.
" Draußen Bäume, Sonne, Luft, die übliche Demütigung. "
Und ich setzte einen Punkt, wo ursprünglich ein Komma steht.
-heroische Beschränkung-
Freitag, 23. März 2007
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