Poetry Slam, Ballhaus Ost, 14.9.2007
Und eigentlich nehmen wir das Wort letztendlich doch wieder nur zu ernst. Das Konzept Wort? Immer wieder eine lange Geschichte voller Freude, Leid und Missverständnisse. Aber was ist das nicht. Die Grenzen der Sprache. Gestern schon die eine Seite, heute wieder die andere, immer wieder eine neue. Ich habe sie alle gesehen. Und sie haben
zurück geschaut. Interessenloses Wohlgefallen. Und wir gehören überall hin und ich möchte nicht wirklich dabei sein. Bin es aber doch. Und wo ist die dunkle Seite?
Das Demonstrieren der Möglichkeiten von Wort, das Aufzeigen von allem, was man hinein und heraus bringen und ziehen und zerren kann. Fast fange ich Feuer, und doch ist da immer diese unsichtbare Grenze, diese Barriere, die immer da ist, seit ich denken kann. Es ist nicht einfacher dadurch, dass ich um sie weiß.
Sobald das Wort Seele fällt, falle ich ins Bodenlose. Die Suche nach den richtigen
Worten führt manchmal in die falsche Richtung. Erlegt dem Ganzen, was das auch sein sollte, eine unnötige Richtung, Schwere und Dichte auf. Manchmal sind die richtigen Worte die komplett falschen. Sollte jeder die offensichtlichste Konnotation haben oder ist es ein Wort, das nur mir gehört? Worte gehören jedem immer nur ganz alleine. Diese Lektion muss man früh lernen, oder man lernt sie nie. Nie.
Inwiefern ist das Äußerliche wichtig bei solchen Veranstaltungen? Ist es wichtig? Wie entscheidet das Publikum? Die Frage nach dem Vor- und Nachteilen eines ordinären Buches stellt sich immer wieder. Das Buch steht für sich selbst, erstrangig, in zweiter Linie für den Autor. Das Buch ist also mehr Bild als zB Song. Wer ist hier wichtig, wie bringt man sie hervor, diese „Worte“? Die Frage nach Wichtig und Nichtigkeit und wieso muss etwas auf die Bühne, stellt sich immer wieder. Inwiefern wird hier ein Konzept wie Theater in das Konzept des geschriebenen, gelesenen Wortes in einen (passenden oder unpassenden) anderen Kontext- gezerrt?
Ich mag das Wort Slam leider nicht. Aber nach Geschmacksfragen sollte man einfach einen Punkt setzen und dann enden.
Es ist nicht schwer, einer gesprochenen Melodie zu folgen. Ich möchte zu Melodien tanzen, einschlafen, es ist ein wenig schwer, aus diesem festen Muster auszubrechen. Ich will es ja eh nicht. Wahrscheinlich ist das das Problem. Wenn es darum gehen sollte, die Sache mit Melodie zu präsentieren, habe ich immer ein unangenehmes Gefühl zu mir hin. Mir fallen die Inhalte schwerer ins Gewicht. Das macht es nicht einfach, wenn es in einer Sprache ist, die ich nicht verstehe. Obwohl, das ist es ja so oder so meistens.
Gelesen eröffnet sich ein anderer Takt, da geht es ganz anders zur Sache. Nicht ohne Grund frage ich mich nicht mehr, ob ich es gelesen oder vor-gelesen haben möchte. Manche Texte funktionieren nur auf eine Weise. Manche gar nicht und bei manchen ist es einfach vollkommen überraschend, wie die eine Art den Text anders definiert und interpretiert. Schon in der allerersten Instanz. Auch hier ist nicht die Frage relevant: Macht es Sinn, sondern die Tatsache, ob man dem ganzen Sinn GEBEN will oder nicht. Eigeninitiative. Aktiver Part. Offensive.
Alles nichts, was man immer haben muss. Oder hat.
Anknüpfung an oben schon Angesprochenes. Wahrscheinlich kann man Wort wie einen Song behandeln und danach ausrichten. Oder man behandelt und nutzt es wie ein Bild. Wie etwas, dass man nicht nur liest, sondern ansieht. Und dann ist da doch wieder die Sache mit der Melodie. Auf die ich schon eingegangen bin. Auch im Lesen bildet sich eine Melodie heraus. Oder besser: hinein. Sie bildet sich innen, in sich selbst und man hat ein Tempo und verschiedenen Autoren haben verschiedene Geschwindigkeiten. Man spürt es beim Lesen, manchmal ist es atemlos, ein anderer schleicht nur. Manchmal ist da auch rein gar nichts. Das kann man dann als überflüssig/ schlecht/ nicht lohnenswert/ verhauen abstempeln und einordnen, Wie man es eben macht. Oder man ignoriert es. Die Möglichkeit solche Texte einfach zu vernachlässigen noch bevor man über sie gestolpert ist, also quasi gar nicht über sie stolpern, gibt es sicher auch. Sie existieren dann nicht. Ganz klar. Faktisch natürlich schon, aber nicht in meiner Welt. Sozusagen.
Dinge, von denen ich zwar weiß, die es aber durch mich schaffen in meiner Welt nicht zu existieren:
Schlechte Texte
Wunder
Liebe
Vollkommenes eins sein mit sich
Die Liste ist nach unten offen und wird hiermit noch nicht endgültig beendet. Nie endende Listen. Auch ein Punkt auf ebendieser.
Alles also ziemlich menschlich. Eigentlich beruhigend. Sollte es zumindest sein. Wobei ich finde, man muss schon sehr standsicher und optimistisch sein um „menschlich“ als etwas Beruhigendes anzusehen.
Aber das soll nicht meine Problemstellung sein. Das nehm ich hin und richte es rein nach mir aus. Besser so.
-------------------
"Fool for love", Premiere, Ballhaus Ost, 19.9.2007
Dagegen halten wir jetzt das Theater, fest. Zumindest an einem festen Standpunkt. Der Bühne nämlich. Aber auch hier wieder nur ein Ort, an dem es stattfindet. Die Bühne war auch vorher schon da. Teils ist sie überall.
Das Theater muss laut sein, das unterscheidet es nicht von dem vorangegangenen. Leises Theater ist ja das Leben. An sich. Voll mit noch mehr Füllworten, Füllwörtern.
Hier wird eine andere Geschichte erzählt und dabei letztendlich doch immer die gleiche. Das gesammelte Auswerfen von Innerlichkeiten und dem Drumherum nennt man an dieser Stelle Geschichte, hierbei: Stück. Hier wird das Wort mit einem Bild zusammengebracht, einem beweglichen. Keinem fixiert beweglichen wie dem Film, eher mit einem nach allen Seiten irgendwie offenem Bild. Da es sich bei jeder Aufführung verändern kann, ist an allen Seiten ein kleines Schlupfloch, zu dem hin das Bild variiert. Zumindest ein wenig. Hier wird es weniger persönlich und doch auch, durch die Darstellenden. Hier darf das Wort sich mehr Zeit nehmen als nur den Moment des Vortragens. Eingebettet in die Geschichte, in das Bild auf der Bühne, kann man das Wort nachwirken lassen, weil es nicht nur um sich selbst geht. Es fungiert hier als Begleiter in einem Ganzen, das man immer ein wenig mehr, als vorher Behandeltes, mit nach Hause, mit sich nehmen kann.
Kann, nie muss, denn auch hier bleibt einem die Wahl, das dort zu lassen, wo man es gefunden hat. Manchmal ist das sehr notwendig.
Das Theater wirkt auch weiter nach der Vorstellung. Weit mehr als das Vortragen, präsentieren von Text. Hier wird im Nachhinein noch mehr abgearbeitet.
Weniger das Vorgestellte selbst, als das was es am Rande dessen ausmacht und umgibt. Das was am Rand überlappt und um das es vielleicht viel mehr geht. Wie auf der Vernissage letzte Woche, reden die Leute hier sehr viel.
Meine Nase tut weh. Schmerz ist eine Gewöhnungssache.
Schmerz auf Theaterbühnen ist laut und alles danach ist lauter. Scheint jedenfalls so. Und das ist gut getroffen, denn auf den Schein kommt es an. Hier jedenfalls. Manchmal ist er gekonnt und hat sein Ziel erreicht, dann gibt es wenig Worte und viele Gesten. Manchmal ging es daneben und die Worte werden mehr und die Gesten weniger. Das ist kein Qualitätsmerkmal, aber es fällt auf.
Ich sollte mich mehr für Theater interessieren. Soviel ist klar.
Vielleicht ist das aber auch nur ein Satz aus dem Skript.
www.ballhausost.de
-heroische Beschränkung-
Mittwoch, 19. September 2007
Mittwoch, 22. August 2007
Turmspringer
Freitag, 27. Juli 2007
where were you while we were getting high
what is in his hands?
immer diese alten Melodien. Man lässt Gutes, Vergangenes, leicht Vergangenes, so ungern gehen. Immer bleibt, mittelklassischen Rocksongs mässig, immer etwas zurück. Hat sich unter die Haut geschlichen und mag da nicht verschwinden. Ohweh. alte Songs bestimmen den Schlafrhythmus. Ich möchte aufwachen in einem Nest aus Songlyrics und angenehmen Alkoholikaresten. Adieu Kopfweh. Welcome Heimat.
immer diese alten Melodien. Man lässt Gutes, Vergangenes, leicht Vergangenes, so ungern gehen. Immer bleibt, mittelklassischen Rocksongs mässig, immer etwas zurück. Hat sich unter die Haut geschlichen und mag da nicht verschwinden. Ohweh. alte Songs bestimmen den Schlafrhythmus. Ich möchte aufwachen in einem Nest aus Songlyrics und angenehmen Alkoholikaresten. Adieu Kopfweh. Welcome Heimat.
Samstag, 30. Juni 2007
at the end of it all (j. tejada)
at the end of it all. Da setzt man am besten einen Punkt, wo eh kein Komma hingehören kann. Morgens ist diese Musik einfach am Besten. Morgens ist Berlin kein hässliches Wort. Aus szenegebeutelten Kneipen geht es weiter in neues Terrain, das passenderweise...ä...ganz genau, hab ich noch gedacht, und schon ist man wieder zu Hause und etwas völlig Neues, doch Altbekanntes beginnt mitten in der Nacht. Gegen vier Uhr wird der Himmel kobaltblau, wunderschön, und oft bleiben einem nicht viele Worte um zu sagen, wie wunderbar man das alles findet. Das mit den Menschen, die man Freunde nennen darf, jetzt und das mit dem ganzen Drumherum. Die Pläne bleiben auch tagsüber groß und das ist es letztendlich auch: ganz groß. Ganz ohne nachhelfen bleibt dieser gute Geschmack im Mund nach Sinn und Sinnlichkeit. Dieses famose Gefühl von jetzt und hier und wir haben das gerade jetzt, unsere Leben und wir wissen darum und wir nutzen die Situation und die Zeit. In Neukölln brodelt es an jeder Ecke und der schale Nachgeschmack von Kreuzberg bleibt hinter mir zurück. Manchmal fängt der Tag sehr hart an und endet ganz leicht. At the end of it all geht man den langen Weg ohne Abschied, denn heute fängt es ja erst an. Jeden Tag wieder und ich bin sicher, da kommt noch einiges nach, auch einiges, was man nicht erwarten wird, denn so ist das Leben nun einmal. Ich habe im Kopf immer diese Melodie wenn das passiert und niemand stellt den Ton leiser.
Im Gegenteil.
Die Frage ist nicht, wie sieht das am Schluss aus, und: was bleibt, sondern ob man den Weg weiter geht, ob man nicht zu früh sich aus dieser Sache heraus windet, ein schlimmes, mögliches Ende fürchtend. Und alles andere, was diesen Sommer noch bleibt, nehmen wir mit offenen Armen auf. Was bleibt schon, wenn man ständig das Gefühl hat, wenn kein anderer es tut- irgendwer muss den Job ja machen. Die Bezahlung ist gering, aber die Befriedigung bleibt. Bestehen. Bestehend. Und ich werde einfach nicht müde. Werde einfach dessen nicht müde.
Immer wieder.
Repeat.
Im Gegenteil.
Die Frage ist nicht, wie sieht das am Schluss aus, und: was bleibt, sondern ob man den Weg weiter geht, ob man nicht zu früh sich aus dieser Sache heraus windet, ein schlimmes, mögliches Ende fürchtend. Und alles andere, was diesen Sommer noch bleibt, nehmen wir mit offenen Armen auf. Was bleibt schon, wenn man ständig das Gefühl hat, wenn kein anderer es tut- irgendwer muss den Job ja machen. Die Bezahlung ist gering, aber die Befriedigung bleibt. Bestehen. Bestehend. Und ich werde einfach nicht müde. Werde einfach dessen nicht müde.
Immer wieder.
Repeat.
Dienstag, 24. April 2007
davon kann es keine Bilder geben.
How does it feel when life comes into town
Suddenly overnight something has changed
Unable to think and speak what´s on my mind
I hold you in my arms in my arms
Oh nobody knows you
As much as we do
Nobody knows you
The fear of loosing someone
Will always be unspoken
Whether time goes slow
or time goes fast unspoken
...und dann steht man da. Mit all den schon gesagten Sachen. Und wiederholt sich doch nur. Nur eins wiederholt sich nicht, das gibt es nur einmal, als letztes, und davon gibt es keine Bilder. Und davon reden, schreiben, singen alle immer, nur ich, ich habe heute keine Worte mehr. Irgendwann dann, irgendwann bestimmt.
Au revoir.
-----
all of my words
that have come out wrong
I often lose my grace and spit it aloud
I often lose my face and put my foot in my mouth
sometimes it seems easier to leave everything unsaid
but it only gets worse if it stays in your head
and I look back and listen to the words that I've said
and yeah, I must admit I disagree with some of them
So don't peer over my shoulder as if I'm hiding a flaw
I never said I was perfect
so, why don't you back off?
Suddenly overnight something has changed
Unable to think and speak what´s on my mind
I hold you in my arms in my arms
Oh nobody knows you
As much as we do
Nobody knows you
The fear of loosing someone
Will always be unspoken
Whether time goes slow
or time goes fast unspoken
...und dann steht man da. Mit all den schon gesagten Sachen. Und wiederholt sich doch nur. Nur eins wiederholt sich nicht, das gibt es nur einmal, als letztes, und davon gibt es keine Bilder. Und davon reden, schreiben, singen alle immer, nur ich, ich habe heute keine Worte mehr. Irgendwann dann, irgendwann bestimmt.
Au revoir.
-----
all of my words
that have come out wrong
I often lose my grace and spit it aloud
I often lose my face and put my foot in my mouth
sometimes it seems easier to leave everything unsaid
but it only gets worse if it stays in your head
and I look back and listen to the words that I've said
and yeah, I must admit I disagree with some of them
So don't peer over my shoulder as if I'm hiding a flaw
I never said I was perfect
so, why don't you back off?
Donnerstag, 12. April 2007
denn: real men rock!
history repeating




Das macht Mädchen glücklich: Einhörner und Gitarren, zwei unerlässliche Bestandteile eines jeden Mosh-Mädchens. ("Wahre Männer" kommen nicht daran vorbei, sich damit auseinander zu setzen, planen sie ernsthafte Absichten das andere Geschlecht betreffen- oder das eigene betreffend, das scheint unerheblich) Da kommt man nicht umhin zu schmunzeln und zu lächeln, denkt sofort an wippende Pferdeschwänze und neonfarbene Haargummis, Gummitwist und Lackbildchen, Kniestrümpfe und geheime Tagebücher. (Wie bei Allem in der Welt gibt es immer zwei Seiten, deshalb bald mehr Kunst als Kitsch, um die Souveränität zu wahren. Wobei Kitsch immer nur das fehlerhafte Abbild, ein übertriebenes Plagiat von Kunst ist und somit nicht so weit entfernt, UND es fängt beides mit `K`an, demnach...*abbrechen* ). Aber erstmal freuen wir uns über die kleinen, bunten Seiten, heute ist ein Tag für Regenbögen, und schwelgen in jungmädchenhaften Oh`s und Ah`s und erröten schamhaft beim HubbaBubbaBlasenmachen bei dem Gedanken an den Jungen, der gestern im Matheuntericht rüber geschaut hat.
(Hast du gestern im Matheuntericht nicht rüber geschaut?) Welches ist eigentlich dein Lieblingsmilchshake? Kannst du mir bei Mathe helfen? (Ohgottohgottohgott- erhatmeinenarmgeradeberührt!!! ich glaub er mag MICH! -schnatterschnattergigglegiggle-...tbc)
Freitag, 23. März 2007
23.03.2007/23.03.2006
swiss army romance
Sich zwischen Schreiben und Leben entscheiden. Es ist eine Entscheidung zwischen Innen und Außen und Satre ist tot. Und ich musste Entscheidungen treffen zwischen Innen und Außen. Jeden Tag wieder. Manchmal flüchte ich mich in den Schlaf vor Entscheidungen oder ich flüchte mich weg vom Schlaf, weit weg und weiter und erkenne kaum das Wort wieder, das es beschreibt. Letztendlich hängt es wieder am Mut. Doch der wächst aus dem Innen her-Aus. Hier schließt sich der Kreis wieder und der Mittelpunkt bleibt man immer selbst. Es dreht sich alles um einen selbst. Es dreht sich alles. Um mich. und um dich, wenn du nahe bei mir bist, wenn ich nah bei mir sein kann. Manchmal ist mir schwindelig und der Boden kippt weg und niemand fällt. Dann passt alles plötzlich so seltsam, alles passt zusammen. jedes Teilchen sucht sich von alleine seinen Platz und man beginnt wieder an Zufälle zu glauben. Ich habe damit aufgehört. Denn alles ordnet sich um den Mittelpunkt an. Das universelle Prinzip funktioniert hier und dort, im Großen und Kleinen. Wenn die Ängste kleiner werden, wird die Unsicherheit größer, denn der Platz muss ausgefüllt werden. Dort ist ein Weg den ich sehen kann, wach und die Müdigkeit abgeschüttelt. Ich war lange nicht mehr dort draußen vor der Stadt, wo sich jetzt bald der Frühling wieder ankündigt.
Später ist heute und auch nur wieder morgen und dann, und Geduld ist eine Sache, die man sich hart erarbeitet. Ich wollte immer schneller sein und vorher ankommen und das Los ist dann niemals nach Hause zu kommen ist ein pathetisches Konstrukt.
Im Tageslicht betrachtet ist alles eitel Sonnenschein. Man muss die Sonne annehmen können, dann quält man sich auch nicht hin zum Sommer und wartet bis die Zugvögel den Himmel dekorieren.
Ich setze keine Punkte mehr, zeichne nur noch Linien. Nach. Und vor. Zu etwas hin, zwischen Dingen. Verbindungen die halten wie dicke Gummibänder, die sich dehnen und strecken, Platz bieten und Bewegung zu lassen, die mit wachsen und weiter. Ich möchte dass jemand hier und dort eine Schleife hinein bindet, ganz mädchenhaft und nur für mich, einen Knoten hier und da, um etwas nicht zu vergessen. Ich verschnüre das Innen mit dem Außen wie ein Geschenk und gebe es weiter und sage Jean Paul ist ein Arschloch, und zitiere damit kontextverändert. Und ich sitze in der Nacht und schaue aus dem Fenster, das nur mein Bild zurück wirft. Das Linienbild gefällt mir gut und drückt sich possierlich in der Vordergrund, zeigt sich ungeniert und vertrauensvoll.
Deshalb entscheide ich mich. Für das dazwischen. Für den Unterschied dazwischen. Tue das eine um das andere auch tun zu können und denke wieder an die Badezimmerkacheln (weißt du noch, wie wir uns auf den Badezimmerboden legten um das Drogenbeben zu verkraften, stundenlang?), an die Ruhe zwischen den Stürmen in der Nacht, unter Einfluss und auf der Flucht und verstehe das Prinzip der Linien, die alles aufteilen in oben und unten und dazwischen und die einem deshalb Ruhe gönnen. Diese verdammten Kacheln. Die alles erklären, wenn man den Wahnsinn gewagt hat. Ich entscheide mich für das Innen im Außen und den Wahnsinn und das Glück und nehme alles an wie es sich um meinen Mittelpunkt sammelt und sortiert. Ganz von alleine. Ganz leicht. Das alte Leid ist ein Teil von allem der nicht ausradiert wird, Das Leid wird Lied und bekommt seinen Platz. Und kommt zur Ruhe.
Und die Parole ist Ja. Ich lasse sie zurück zwischen den Zeilen und sie führt zurück zu mir. Immer zwischen den Dingen. Und alles bewegt sich.
manche Sachen bleiben
Reihenfolgen für Wohlbefinden ersetzen nur die kalten Löffel auf den Augen morgens. Ich sollte mich nicht mehr gegen Gegebenes wehren. In der Nacht habe ich und bin gejagt wurden. Wir haben Feuer gelegt und sind dann auf die andere Seite des Flusses gesprungen. Irgendjemand brachte einen Haufen alte 70er Jahre Sportklamotten in schreienden Farben. Irgendwo bin ich aufgewacht. Das Bett war fast unberührt, nur ich lag oben auf.
Morgens bin ich ein unschönes Wort. Jeden Morgen auf Null gesetzt diese Tage.
Offene Türen, niemand muss die einrennen.
Great expectations. Tief durch atmen. Und oben die Sonne, als wenn sie von nichts wüsste.
2007
//////////////////////
2006
Swallow, choke, and die
Das üben wir aber nochmal. Nach: erst die Hose, dann die Schuhe! die nächste große Herausforderung. Reihenfolgen einhalten für das Wohlbefinden. Schlafen bitte im, nicht auf dem Bett. Ausziehen, Zähne putzen. So war das doch. Nicht mal gar nicht und dann plötzlich niederwerfen. Ich bin ein Schlaflabor. Und alle Forscher. Und alle Probanden. Gleichzeitig. And this bitter pill is leaving you with such an angry mouth. Morgens dann aufwachen und draußen Sonne und Fremde. Das ist doch nicht die folgende Geschichte, Cees. Berlin ist nicht Lissabon. Das Gefühl bleibt in-stabil. Irgendwo dazwischen. An Orten, an denen man nie war. Ich war ueberall nachts, die Erinnerung bleibt trübe. don`t be a liar, don`t say that everything is working when everything is broken. Später wird es besser. Da ist so wenig Gradlinigkeit. Ikonen gibt es nicht im echten Leben. Nur in zerkratzten U-Bahnscheiben und kurz vor dem Aufwachen. Nur den Moment nicht vergessen, nicht verpassen. Manchmal fehlen die Worte. Trudeln ein, dann, vollkommen indisponiert. Später wird es besser. Später wird man wunderbar. Nach wund und bar an allem. Geduld. ach- Geduld.
the difference in between
Frühling macht so müde. Hier draußen, vor der Stadt, wo der Campus sein sollte aber nur Villen und kleine pittoreske Parks sind ist kaum ein Unterschied festzustellen zwischen Herbst und Frühling. Man muss genau hinsehen, die Bäume ansehen, erforschen, ob sie grün werden oder nur noch letzte bunte, Blätter nach unten trudeln. Du musst ganz genau hin-sehen! Konzentriert. Aufmerksam. Ich bin müde. Immer hier zu sein, nein, immer, wenn ich hier bin fühlt es sich an wie vor dem Zahnarzt. Dabei sind doch hier die Bücher. Aber nicht das Wohlsein. Es fühlt sich an wie kurz vor dem Sonnenbrand auf der Haut, wie das Kribbeln kurz vor der Ohnmacht, wie die Anspannung kurz vor dem Fall. Wie das, dazwischen und gleichzeitig außen vor. Mitten im Gehirn ist ein Platz nur für mich. Augen zu und Arme ausbreiten und nicht aufsehen und dann wieder diese Müdigkeit. Und dabei ist es doch das, was man will. Das Wissen, die Wahrheit, das saubere, reine Erkennen und erfahren und dabei immer wieder vorwärts und frei. Wild und gefährlich? Werden. Oskar, das war vielleicht mal anders. Jetzt ist es Eisenklammern um die Brust und kaum atmen können. Ich weiss nicht, was für eine Jahreszeit ist, es ist immer so zwischen drin nur. Immer nur so kurz davor und kurz danach. And I want to know the difference between
What sparkles and what is gold,
und ich will doch einfach nur wissen, wann diese Müdigkeit wieder weg geht. Einatmen, ausatmen und das Kinn in die Luft. Blaue Bänder und sowas knoten sich dann flatternd, um die Beine und bringen den Fall. Ich warte auf wohlbekannte Düfte und warte auf wohlbekanntes und alles was man bekommt, ist das alte Leid. Das wohlbekannte, das man verdient. Diese Stimmung bricht Rückräder und Herzen und beides ist kaum zu finden. Und die Nase bricht man sich schneller beim Stolpern in Missverständnisse und Einbahnstrassen. Und hinten, am Ende ist kein Bretterzaun über den der Held, die Heldin in einen anderen Hinterhof klettern und springen kann. Dahinten ist nur eine Mauer, die nichts durchlässt. Es nie tat. Ich schreibe eine Parole daran, denn Parolen machen Mut. Es bleibt ja sonst nichts.
Draußen wird es dunkel. und die schönste Stunde in dem schönsten Licht begleitet mich nach Hause. Im Hinterkopf immer wieder diese Idee von irgendetwas anderem.
-There is only tonight and the light that bleeds from your heart
makes me want to try and start again.
Heim. Fahrt. (Dahlem und ein Buch )
Dann badet man weiter aufgehoben in Abgedroschenheit. Und auf 187 Seiten nur ein Satz, der lebt.
" Draußen Bäume, Sonne, Luft, die übliche Demütigung. "
Und ich setzte einen Punkt, wo ursprünglich ein Komma steht.
Sich zwischen Schreiben und Leben entscheiden. Es ist eine Entscheidung zwischen Innen und Außen und Satre ist tot. Und ich musste Entscheidungen treffen zwischen Innen und Außen. Jeden Tag wieder. Manchmal flüchte ich mich in den Schlaf vor Entscheidungen oder ich flüchte mich weg vom Schlaf, weit weg und weiter und erkenne kaum das Wort wieder, das es beschreibt. Letztendlich hängt es wieder am Mut. Doch der wächst aus dem Innen her-Aus. Hier schließt sich der Kreis wieder und der Mittelpunkt bleibt man immer selbst. Es dreht sich alles um einen selbst. Es dreht sich alles. Um mich. und um dich, wenn du nahe bei mir bist, wenn ich nah bei mir sein kann. Manchmal ist mir schwindelig und der Boden kippt weg und niemand fällt. Dann passt alles plötzlich so seltsam, alles passt zusammen. jedes Teilchen sucht sich von alleine seinen Platz und man beginnt wieder an Zufälle zu glauben. Ich habe damit aufgehört. Denn alles ordnet sich um den Mittelpunkt an. Das universelle Prinzip funktioniert hier und dort, im Großen und Kleinen. Wenn die Ängste kleiner werden, wird die Unsicherheit größer, denn der Platz muss ausgefüllt werden. Dort ist ein Weg den ich sehen kann, wach und die Müdigkeit abgeschüttelt. Ich war lange nicht mehr dort draußen vor der Stadt, wo sich jetzt bald der Frühling wieder ankündigt.
Später ist heute und auch nur wieder morgen und dann, und Geduld ist eine Sache, die man sich hart erarbeitet. Ich wollte immer schneller sein und vorher ankommen und das Los ist dann niemals nach Hause zu kommen ist ein pathetisches Konstrukt.
Im Tageslicht betrachtet ist alles eitel Sonnenschein. Man muss die Sonne annehmen können, dann quält man sich auch nicht hin zum Sommer und wartet bis die Zugvögel den Himmel dekorieren.
Ich setze keine Punkte mehr, zeichne nur noch Linien. Nach. Und vor. Zu etwas hin, zwischen Dingen. Verbindungen die halten wie dicke Gummibänder, die sich dehnen und strecken, Platz bieten und Bewegung zu lassen, die mit wachsen und weiter. Ich möchte dass jemand hier und dort eine Schleife hinein bindet, ganz mädchenhaft und nur für mich, einen Knoten hier und da, um etwas nicht zu vergessen. Ich verschnüre das Innen mit dem Außen wie ein Geschenk und gebe es weiter und sage Jean Paul ist ein Arschloch, und zitiere damit kontextverändert. Und ich sitze in der Nacht und schaue aus dem Fenster, das nur mein Bild zurück wirft. Das Linienbild gefällt mir gut und drückt sich possierlich in der Vordergrund, zeigt sich ungeniert und vertrauensvoll.
Deshalb entscheide ich mich. Für das dazwischen. Für den Unterschied dazwischen. Tue das eine um das andere auch tun zu können und denke wieder an die Badezimmerkacheln (weißt du noch, wie wir uns auf den Badezimmerboden legten um das Drogenbeben zu verkraften, stundenlang?), an die Ruhe zwischen den Stürmen in der Nacht, unter Einfluss und auf der Flucht und verstehe das Prinzip der Linien, die alles aufteilen in oben und unten und dazwischen und die einem deshalb Ruhe gönnen. Diese verdammten Kacheln. Die alles erklären, wenn man den Wahnsinn gewagt hat. Ich entscheide mich für das Innen im Außen und den Wahnsinn und das Glück und nehme alles an wie es sich um meinen Mittelpunkt sammelt und sortiert. Ganz von alleine. Ganz leicht. Das alte Leid ist ein Teil von allem der nicht ausradiert wird, Das Leid wird Lied und bekommt seinen Platz. Und kommt zur Ruhe.
Und die Parole ist Ja. Ich lasse sie zurück zwischen den Zeilen und sie führt zurück zu mir. Immer zwischen den Dingen. Und alles bewegt sich.
manche Sachen bleiben
Reihenfolgen für Wohlbefinden ersetzen nur die kalten Löffel auf den Augen morgens. Ich sollte mich nicht mehr gegen Gegebenes wehren. In der Nacht habe ich und bin gejagt wurden. Wir haben Feuer gelegt und sind dann auf die andere Seite des Flusses gesprungen. Irgendjemand brachte einen Haufen alte 70er Jahre Sportklamotten in schreienden Farben. Irgendwo bin ich aufgewacht. Das Bett war fast unberührt, nur ich lag oben auf.
Morgens bin ich ein unschönes Wort. Jeden Morgen auf Null gesetzt diese Tage.
Offene Türen, niemand muss die einrennen.
Great expectations. Tief durch atmen. Und oben die Sonne, als wenn sie von nichts wüsste.
2007
//////////////////////
2006
Swallow, choke, and die
Das üben wir aber nochmal. Nach: erst die Hose, dann die Schuhe! die nächste große Herausforderung. Reihenfolgen einhalten für das Wohlbefinden. Schlafen bitte im, nicht auf dem Bett. Ausziehen, Zähne putzen. So war das doch. Nicht mal gar nicht und dann plötzlich niederwerfen. Ich bin ein Schlaflabor. Und alle Forscher. Und alle Probanden. Gleichzeitig. And this bitter pill is leaving you with such an angry mouth. Morgens dann aufwachen und draußen Sonne und Fremde. Das ist doch nicht die folgende Geschichte, Cees. Berlin ist nicht Lissabon. Das Gefühl bleibt in-stabil. Irgendwo dazwischen. An Orten, an denen man nie war. Ich war ueberall nachts, die Erinnerung bleibt trübe. don`t be a liar, don`t say that everything is working when everything is broken. Später wird es besser. Da ist so wenig Gradlinigkeit. Ikonen gibt es nicht im echten Leben. Nur in zerkratzten U-Bahnscheiben und kurz vor dem Aufwachen. Nur den Moment nicht vergessen, nicht verpassen. Manchmal fehlen die Worte. Trudeln ein, dann, vollkommen indisponiert. Später wird es besser. Später wird man wunderbar. Nach wund und bar an allem. Geduld. ach- Geduld.
the difference in between
Frühling macht so müde. Hier draußen, vor der Stadt, wo der Campus sein sollte aber nur Villen und kleine pittoreske Parks sind ist kaum ein Unterschied festzustellen zwischen Herbst und Frühling. Man muss genau hinsehen, die Bäume ansehen, erforschen, ob sie grün werden oder nur noch letzte bunte, Blätter nach unten trudeln. Du musst ganz genau hin-sehen! Konzentriert. Aufmerksam. Ich bin müde. Immer hier zu sein, nein, immer, wenn ich hier bin fühlt es sich an wie vor dem Zahnarzt. Dabei sind doch hier die Bücher. Aber nicht das Wohlsein. Es fühlt sich an wie kurz vor dem Sonnenbrand auf der Haut, wie das Kribbeln kurz vor der Ohnmacht, wie die Anspannung kurz vor dem Fall. Wie das, dazwischen und gleichzeitig außen vor. Mitten im Gehirn ist ein Platz nur für mich. Augen zu und Arme ausbreiten und nicht aufsehen und dann wieder diese Müdigkeit. Und dabei ist es doch das, was man will. Das Wissen, die Wahrheit, das saubere, reine Erkennen und erfahren und dabei immer wieder vorwärts und frei. Wild und gefährlich? Werden. Oskar, das war vielleicht mal anders. Jetzt ist es Eisenklammern um die Brust und kaum atmen können. Ich weiss nicht, was für eine Jahreszeit ist, es ist immer so zwischen drin nur. Immer nur so kurz davor und kurz danach. And I want to know the difference between
What sparkles and what is gold,
und ich will doch einfach nur wissen, wann diese Müdigkeit wieder weg geht. Einatmen, ausatmen und das Kinn in die Luft. Blaue Bänder und sowas knoten sich dann flatternd, um die Beine und bringen den Fall. Ich warte auf wohlbekannte Düfte und warte auf wohlbekanntes und alles was man bekommt, ist das alte Leid. Das wohlbekannte, das man verdient. Diese Stimmung bricht Rückräder und Herzen und beides ist kaum zu finden. Und die Nase bricht man sich schneller beim Stolpern in Missverständnisse und Einbahnstrassen. Und hinten, am Ende ist kein Bretterzaun über den der Held, die Heldin in einen anderen Hinterhof klettern und springen kann. Dahinten ist nur eine Mauer, die nichts durchlässt. Es nie tat. Ich schreibe eine Parole daran, denn Parolen machen Mut. Es bleibt ja sonst nichts.
Draußen wird es dunkel. und die schönste Stunde in dem schönsten Licht begleitet mich nach Hause. Im Hinterkopf immer wieder diese Idee von irgendetwas anderem.
-There is only tonight and the light that bleeds from your heart
makes me want to try and start again.
Heim. Fahrt. (Dahlem und ein Buch )
Dann badet man weiter aufgehoben in Abgedroschenheit. Und auf 187 Seiten nur ein Satz, der lebt.
" Draußen Bäume, Sonne, Luft, die übliche Demütigung. "
Und ich setzte einen Punkt, wo ursprünglich ein Komma steht.
Donnerstag, 22. März 2007
wahre Worte
"Es gibt keine Grenzen mehr zwischen Spiel und Wirklichkeit, sondern nur noch zwischen Online- und Offline-Realität."
Mittwoch, 14. März 2007
Alles wird gut, wir sind okay.
Arm aber sexy geht mir auf die Eier. Mitte des Monats fehlen 7 Euro, um die Miete, leider schon lange nicht mehr termingerecht, bezahlen zu können und meine Nerven liegen blank. Es ist mir ein Rätsel, wie Leute das Monat für Monat einfach immer automatisch machen: nicht bezahlen, spät bezahlen. Arm is the new Prosecco in Dosen, als Plagiat, gibt es jetzt bei Lidl für 79 Cent. Das passt ganz hübsch zu der Katze im Sack, die man nicht kaufen "kann", sondern hat und anstatt Hündchen im Designertäschchen mit sich führen sollte. Der Handtaschentigerlook lenkt aber leider keineswegs von dem großen Beutel Pfandflaschen ab, den man über die andere Schulter geworfen hat, um noch ein paar Euro zusammen zu kratzen. Ich werde arm, alt und gebückt mit noch schlimmeren Augenringen und zerkratzt, von der und für die Katz, Prosecco aus Lidldosen schlürfend zu Grunde gehen.
Ich möchte ein Schweizer Bankkonto und das standesgemäß auch führen undf füllen! ...Utopien 2007 (Utopia 1518 im Vergleich)
Reizend.
Zumindest möchte ich ein emotionales Schweizer Konto. Etwas, was einem leise zuflüstert: alles wird gut, es ist okay, DU bist okay. Wenn man das viel öfter hören würde wäre die gesamte Wellnessbranche sofort schachmatt, pleite, bankrott. Die Menschen braucht sicherlich Entspannung, aber Wellness und all das teure Gekröse sind Symptombekämpfung galore. Alleine die leisen, freundlichen, liebevollen Worte: alles wird gut, es ist okay, DU bist okay- und nie wieder Krieg, Schmerz, Pest & Cholera.
Ich verkaufe meine Wahnsinnsideen ins Ausland oder werde sexy Busenterroristin (damit haben wir Adorno schließlich auch platt bekommen.) und fülle dann mein Schweizer Konto mit Sätzen vollendeter Schönheit und Trost ("don`t panic!", ect pp) lasse das Trinken und kaufe der Katze endlich den verdienten Muschi-palace und uns eine Eigentumsimmobilie mit Südbalkon und Bergblick.
...
Gestern hat mich jemand gefragt ob ich etwas vermisse und ich dachte an Bergblick und Seewasser und die Ahnung von Sommer und die Möglichkeit von Sein. An Earl Grey und Kaffeeduft. Heute morgen bin ich aufgewacht und wusste nicht, wo ich bin. Die Sonne scheint hier durch die Fenster aber die Luft riecht anders als dort. Im Bett hängt ganz leicht, nur wie gefühlt früher, dein Duft noch nach. Ich pendele zwischen leicht bewölkt und freundlich, der Himmel gibt das Vorbild. Wetterberichte zeichnen hier keine inneren Landkarten nach. Sie sind nur schöne Metaphern, die ich mag und die manchmal traurig machen. Es hat alles zwei Seiten, das wusste ich längst. Heute möchte ich ein bisschen verzweifeln und schreibe Sätze irgendwo hin, die Mut machen. Verzweifeln kann ich schon so gut, also lass ich es besser und schaue nach Vorne. Mutig. Mut ist ein wagendes Vertrauen in die eigene Kraft, ist eine der anspruchsvollsten Monatszeitschriften im deutschen Sprachraum und das, was das schöne Gefühl im Bauchbereich zulässt. Ich hab das Herz vorhin an die Wand am Kopfende gehängt, wenn ich die Augen öffne, morgens, ist es dann da. Und ich weiß wieder, wo.
Ich möchte ein Schweizer Bankkonto und das standesgemäß auch führen undf füllen! ...Utopien 2007 (Utopia 1518 im Vergleich)
Reizend.
Zumindest möchte ich ein emotionales Schweizer Konto. Etwas, was einem leise zuflüstert: alles wird gut, es ist okay, DU bist okay. Wenn man das viel öfter hören würde wäre die gesamte Wellnessbranche sofort schachmatt, pleite, bankrott. Die Menschen braucht sicherlich Entspannung, aber Wellness und all das teure Gekröse sind Symptombekämpfung galore. Alleine die leisen, freundlichen, liebevollen Worte: alles wird gut, es ist okay, DU bist okay- und nie wieder Krieg, Schmerz, Pest & Cholera.
Ich verkaufe meine Wahnsinnsideen ins Ausland oder werde sexy Busenterroristin (damit haben wir Adorno schließlich auch platt bekommen.) und fülle dann mein Schweizer Konto mit Sätzen vollendeter Schönheit und Trost ("don`t panic!", ect pp) lasse das Trinken und kaufe der Katze endlich den verdienten Muschi-palace und uns eine Eigentumsimmobilie mit Südbalkon und Bergblick.
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Gestern hat mich jemand gefragt ob ich etwas vermisse und ich dachte an Bergblick und Seewasser und die Ahnung von Sommer und die Möglichkeit von Sein. An Earl Grey und Kaffeeduft. Heute morgen bin ich aufgewacht und wusste nicht, wo ich bin. Die Sonne scheint hier durch die Fenster aber die Luft riecht anders als dort. Im Bett hängt ganz leicht, nur wie gefühlt früher, dein Duft noch nach. Ich pendele zwischen leicht bewölkt und freundlich, der Himmel gibt das Vorbild. Wetterberichte zeichnen hier keine inneren Landkarten nach. Sie sind nur schöne Metaphern, die ich mag und die manchmal traurig machen. Es hat alles zwei Seiten, das wusste ich längst. Heute möchte ich ein bisschen verzweifeln und schreibe Sätze irgendwo hin, die Mut machen. Verzweifeln kann ich schon so gut, also lass ich es besser und schaue nach Vorne. Mutig. Mut ist ein wagendes Vertrauen in die eigene Kraft, ist eine der anspruchsvollsten Monatszeitschriften im deutschen Sprachraum und das, was das schöne Gefühl im Bauchbereich zulässt. Ich hab das Herz vorhin an die Wand am Kopfende gehängt, wenn ich die Augen öffne, morgens, ist es dann da. Und ich weiß wieder, wo.
Dienstag, 13. März 2007
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